LFI Logo Home

 

waldspaziergang

Schutzwald

<<

Oh, das ist ein hübscher Wald. Gross und Klein in Gruppen, wie Familien.

Von diesem Wald hat doch der Förster erzählt. Da muss er immer wieder vereinzelt Bäume raus nehmen. Das schafft Platz für kräftige Kronen und für die Jugend. Ich frage mich, ob alle Schutzwälder genügend Nachwuchs haben? >>

Spaziergang
up

Verjüngung tut Not

Im ideal aufgebauten Schutzwald stehen junge und alte Bäume kleinräumig gemischt. Stirbt ein alter Baumriese, soll der Nachwuchs rasch die Lücke schliessen. Nur 36% der Schutzwälder weisen ein kritische bis ungenügende Verjüngung auf. In 31% der Schutzwälder sind für die nächsten 10 Jahre Eingriffe geplant, um die Verjüngung oder Stabilität zu verbessern.

Wo der Nachwuchs wegen Schneegleiten nicht aufkommen kann, sind oft technische Massnahmen nötig. Hölzerne Verbauungen bieten solange Schutz, bis ein widerstandsfähiger Jungwald herangewachsen ist.

Die Weisstanne gilt als wertvolle Mischbaumart im Schutzwald. Gemäss LFI ist der heutige Anteil im Vergleich zum Erwünschten zu tief. Dies ist möglicherweise mit eine Folge der anhaltend grossen Wildschäden.

In manchen Berggebieten werden jährlich mehr als 20% der Gipfeltriebe vom Wild verbissen. Raubtiere wie Wolf und Luchs können das Verhalten und die Verteilung von Hirsch, Reh und Gämse verändern und so die Verbisssituation im Gebirgswald entschärfen.

Mehr zu Wildtieren.

© WSL - Autoren

Spaziergang
Spaziergang

Diese junge Tanne wurde im Vorjahr mit einem weissen, chemischen Schutzmittel behandelt. Aber bereits im folgenden Jahr sind die jungen, ungeschützten Triebe verbissen.

zurück