Robinie (Robinia pseudoacacia)
Die Robinie wurde 1602 von Nordamerika nach Europa eingeführt. In der Schweiz wächst die Hälfte der Robinien auf der Alpensüdseite, hauptsächlich in langdauernden Pionierwaldstadien auf flachgründigen Böden sowie im Auen- und Schwemmlandgebiet grösserer Fliessgewässer.
Die Hauptverbreitung der Robinie liegt unterhalb von 600 m ü.M.. Nur selten steigt sie in die untere Montanstufe. Häufig steht sie in Laubmischwäldern oder bildet Reinbestände.
Die Pionierbaumart stellt wenig Ansprüche und ist besonders auf trockenen, nährstoffarmen Sandböden konkurrenzstark. Sie besiedelt gleichermassen Kuppen, Hangfusslagen und Ebenen. Auf Hängen gedeiht sie vor allem in warmen Süd- bis Westlagen. Obschon die Robinie kalkreiche Böden bevorzugt, ist sie überwiegend auf (mässig) sauren Böden verbreitet.
Textquelle: Brändli 1998
Häufigkeit: Stammzahl, Vorrat
LFI-Probeflächen mit Vorkommen zwischen 1983 und 2024*
* Ein Vorkommen wird auf der Karte nur dann mit einem Punkt dargestellt, wenn die gewählten Gehölzarten in mindestens zwei Inventuren festgestellt wurden.