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Naturschutz

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Hier liegt noch jene Menge Holz, das der Orkan Lothar geworfen hat. Eine Katastrophe für die Waldbesitzer. Die Spazierwege jedenfalls wurden vom Forstdienst wirklich schnell geräumt. Aber sollte wegen den Borkenkäfern nicht alles Totholz rausgeholt werden?

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Totholz lebt

Der gefürchtete Borkenkäfer befällt meist nur lebende, geschwächte Fichten. Aber für zahlreiche andere Insekten und holzabbauende Pilze sind Dürrständer und liegendes Totholz die wichtigsten Lebensräume. Deshalb sind aufgeräumte Wälder heute «out». Etwa ein Viertel unserer Käferarten verbringen mindestens eines ihrer Lebensstadien im Holz, so wie die Larven des abgebildeten Bäckerbockes. Viele Vogelarten wiederum ernähren sich von diesen Insekten.

8% aller Schweizer Bäume sind tot. Das entspricht 5% des Holzvorrates oder 22 Millionen m3 (18,5m3/ha). Gemäss LFI hat der Totholzvorrat erheblich zugenommen, liegt aber im Mittelland und Jura noch unter den empfohlenen Mindestwerten. In nicht bewirtschafteten europäischen Waldreservaten werden 5-25% Totholzanteil gemessen.

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Liegendes Totholz, Lebensraum für Flechten und Moose. Der Holzabbau erfolgt überwiegend durch Pilze. Diese Arten sind auf Totholz angewiesen.

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