Resultate nach Thema

zurück

LFI4b
Stammzahl
Exoten (Neophyten)
Aussageeinheit: Produktionsregion
Einheit: 1000 Anz
Auswertungseinheit: zugänglicher Wald ohne Gebüschwald LFI3/LFI4
Netz: Netz LFI4 2009-2013
Zustand 2009/13
Produktionsregion
JuraMittellandVoralpenAlpenAlpensüdseiteSchweiz
Exoten (Neophyten)1000 Anz± %1000 Anz± %1000 Anz± %1000 Anz± %1000 Anz± %1000 Anz± %
Exot (gebietsfremde Gehölzart)5213611242122582185981542269918
Indigene Art (einheimische Gehölzart)82815383840398255313808035647454594651
unbestimmt3842313572774431162077902511277176
Total83719386321399022315450536631344898811
© WSL, Schweizerisches Landesforstinventar, 15.07.2015 #202216/188454
  • Stammzahl #73
    Anzahl Stämme der lebenden Bäume und Sträucher (stehende und liegende) ab 12 cm BHD.
  • Exoten (Neophyten) #1037
    Exoten (Neophyten) sind gebietsfremde (florenfremde) Pflanzenarten, die nach dem Jahr 1492 eingeführt wurden und wildlebend etabliert sind. Nach Methode LFI1 und LFI2 wurde nicht zwischen Larix decidua und Larix kaempferi unterschieden, da L. kaempferi nur sehr selten vorkommt. Diese werden als "unbestimmt" taxiert. Gleiches gilt für alle Weiden und die Straucharten, ausgenommen Pinus mugo prostrata (Legföhre), Juniperus communis (Wachholder), Alnus viridis (Alpenerle), Ilex aquifolium (Stechpalme), Laburnum anagyroides (Goldregen) und Prunus padus (Traubenkirsche). Letztere werden als indigene Arten erfasst. Für alle LFI Inventuren gleichermassen gültig wurden folgende florenfremde Baumarten explizit erfasst: Pinus nigra (Schwarzföhre), Pinus strobus (Strobe), Pseudotsuga menziesii (Douglasie), Abies sp. (übrige Tannen ohne Weisstanne), Cedrus sp. (Zedern), Chamaecyparis sp. (Scheinzypresse), Cryptomeria sp. (Sicheltanne), Metasequoia glyptostroboides (Urwelt-Mammutbaum), Picea sp. (übrige Fichten ohne Rottanne), Pinus sp. (übrige Föhren ohne einheimische Föhren), Sequoiadendron giganteum (Mammutbaum),Thuja sp. (Thuja),Tsuga sp. (Hemlock), Quercus rubra (Roteiche), Populus sp. (übrige Pappeln ohne einheimische Pappeln), Robinia pseudoacacia (Robinie), Aesculus hippocastanum (Rosskastanie), Liriodendron tulipifera (Tulpenbaum), übrige nicht einheimische Laubbäume und übrige nicht einheimische Nadelbäume.
  • Produktionsregion #49
    Die Produktionsregionen sind Regionen mit ähnlichen forstlichen Wuchs- und Produktionsbedingungen, erstellt durch das damalige Bundesamt für Forstwesen für die forstliche Statistik lange vor dem ersten LFI (1983-85). Die Regionenzugehörigkeit wurde definiert über die damaligen Gemeindegrenzen nach unbekannten Kriterien. Das LFI arbeitet sei jeher mit diesen unveränderten Perimetern mit einer winzigen kleinen Ausnahme am Genfersee. In der heutigen Forststatistik (Bundesamt für Statistik, BFS) hat der Begriff Produktionsregionen in «Forstzonen» gewechselt. Diese Regionen werden vom BFS unterhalten und dabei fanden Änderungen statt. Dabei wurde vermehrt auf die Lage des Waldes innerhalb einer Gemeinde Rücksicht genommen. Für einige Gemeinden entlang des Jurabogens bedeutet dies beispielsweise, dass sie neu der Forstzone «Jura» angehören und nicht wie bisher (Produktionsregionen) dem Mittelland. Das LFI hat die alten Perimeter beibehalten, die sich heute mit diversen neuen Gemeindegrenzen nicht mehr decken.
  • zugänglicher Wald ohne Gebüschwald LFI3/LFI4 #1429
    Zugehörigkeit zum gemeinsam zugänglichen Wald ohne Gebüschwald in den Inventuren nach Methode LFI3 und Methode LFI4.
  • Netz LFI4 2009-2013 #1746
    Das Netz LFI4 Pensum 2009–2013 umfasst alle Probeflächen, die in den Jahren 2009 bis 2013 aufgenommen wurden und bereits auch im LFI1, LFI2 und LFI3 Teil des Netzes waren.
  • Schätzung und Standardfehler der Schätzung

    Die in den LFI-Tabellen publizierten Ergebnisse sind Schätzungen für Grössen im Schweizer Wald (Populationsparameter) deren wahre Werte nicht bekannt sind und deshalb aus den Daten der LFI-Stichprobe hochgerechnet (geschätzt) werden müssen.

    Die Hochrechnungen sind mit Unsicherheiten behaftet. Aus der als Zufallsstichprobe konzipierten LFI-Stichprobe kann die Genauigkeit der Hochrechnungen aber zuverlässig abgeschätzt werden. In allen LFI-Tabellen wird dazu neben der Schätzung selber eine zweite Zahl angegeben, der Standardfehler der Schätzung.

    In den meisten Tabellen wird der prozentuale Standardfehler ausgedruckt, gelegentlich (vor allem bei geschätzten Prozenten) aber auch der absolute Standardfehler. Der Zusammenhang zwischen absolutem und prozentualem Standardfehler ist der folgende:

    prozentualer Standardfehler = absoluter Standardfehler / Schätzung x 100
    absoluter Standardfehler = prozentualer Standardfehler x Schätzung / 100

  • Vertrauensintervall der Schätzung

    Mit der Schätzung selber und dem Standardfehler der Schätzung kann das sogenannte Vertrauensintervall der Schätzung

    mit der unteren Grenze
    Schätzung - tQ x absoluter Standardfehler

    und der oberen Grenze
    Schätzung + tQ x absoluter Standardfehler

    berechnet werden. Mit dem Wert 2 für tQ wird das sogenannte 95%-Vertrauensintervall festgelegt. Dieses besagt, dass sich der gesuchte (unbekannte) Wert des Populationsparameters mit 95% Wahrscheinlichkeit innerhalb der Grenzen des Vertrauensintervalls befindet.

  • Signifikanz der Schätzung

    Mit dem Vertrauensintervall kann statistisch geprüft werden, ob der geschätzte Populationsparameter grösser oder kleiner als ein bestimmter Referenz- oder Zielwert ist, respektive ob sich zwei geschätzte Populationsparameter tatsächlich (in der Population) unterscheiden. Für praktische Zwecke geht man folgendermassen vor: Wenn ein Referenzwert ausserhalb des Vertrauensintervalls liegt, geht man davon aus, dass sich der geschätzte Populationswert signifikant von diesem unterscheidet, liegt er innerhalb, interpretiert man die Differenz zwischen Testergebnis und Referenzwert als zufällig bzw. nicht signifikant. Will man zwei Populationsparameter vergleichen unterscheiden sich diese signifikant, wenn sich ihre Vertrauensintervalle nicht überlappen.

  • Veränderungen

    Im LFI gibt es zwei Arten von Veränderungen. Beim ersten Typ von Veränderungen werden spezielle Veränderungszielgrössen (Themen) definiert, wie Zuwachs, Nutzung, Abgang, Mortalität. Diese Zielgrössen (Themen) sind nur für „Veränderungsinventuren“ verfügbar, z.B. LFI3-LFI4b. Bei diesen Auswertungen wird den Befundeinheitsausprägungen für den ersten Inventurzeitpunkt die Ausprägung des zweiten Inventurzeitpunkts zugewiesen, falls sich dieser verändert hat. Diese Auswertungen berücksichtigen somit nicht den Wechsel einer Befundeinheitsausprägung von der früheren zur späteren Inventur, sondern beachten nur die Veränderung aus der (Befundeinheits-) Perspektive der aktuelleren Inventur.

    Beim zweiten Typ von Veränderungen wird die Differenz von Zielgrössen, wie Stammzahl, Vorrat oder Waldfläche benutzt, um eine Veränderung aufzuzeigen. Diese Zielgrössen werden üblicherweise für die Darstellung von Zuständen, z.B. dem LFI4b verwendet. Bei diesen Veränderungsauswertungen wird der Wechsel einer Befundeinheitsausprägung bei der Analyse berücksichtigt. So kann man z.B. sehen, dass die Waldfläche ohne Gebüschwald zugenommen hat. Dies hat nur einen Effekt bei solchen Befundeinheiten, die ihre Ausprägung auch tatsächlich wechseln können, z.B. die Zugehörigkeit zur Waldfläche oder der Baumzustand.

Tabellenzitierung

Abegg, M.; Brändli, U.-B.; Cioldi, F.; Fischer, C.; Herold-Bonardi, A.; Huber M.; Keller, M.; Meile, R.; Rösler, E.; Speich, S.; Traub, B.; Vidondo, B., 2014:
Schweizerisches Landesforstinventar - Ergebnistabelle Nr. 202216: Stammzahl
Birmensdorf, Eidg. Forschungsanstalt WSL
https://doi.org/10.21258/1049992

zurück

Impressum | Rechtliches
letzte Änderungen: 06.02.2020