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So werden die Daten erhoben

Datenerhebung im Wald

Nach der Luftbildinterpretation werden, mit Ausnahme der unzugänglichen Wälder, die Waldprobeflächen im Gelände aufgesucht. Seit dem LFI3 wird auch der Gebüschwald aufgenommen.

Die Aufnahmegruppen vermessen auf der Probefläche durchschnittlich 13 Bäume. Zudem beschreiben sie den Baumbestand und beurteilen die Standortverhältnisse. Umfragen beim lokalen Forstdienst und das Wegenetz der Landeskarten 1:25000 liefern Angaben über Eigentumsverhältnisse sowie Informationen zur Holzernte und zur Walderschliessung.

Der zunehmende Informationsbedarf unserer Zeit verlangt mit jeder neuen Inventur auch nach einer Erweiterung des Datenkatalogs. Dabei handelte es sich bisher insbesondere um ökologische Kenngrössen und Informationen zu den verschiedenen Waldfunktionen.

Qualitätssicherung

Die Daten zum ersten Landesforstinventar wurden im Gelände auf Formulare notiert. Seit dem zweiten LFI werden die Daten direkt mit Feldcomputern erfasst und noch im Wald auf Vollständigkeit überprüft.

Im Interesse einer hohen Datenqualität werden seit dem LFI1 ein Teil der Probeflächen durch unabhängige Kontrollgruppen ein zweites Mal aufgenommen. Die Aufnahmegruppen werden jährlich neu aus- und weitergebildet.

Personal und Kosten

Der Stab des LFI umfasst mehrere Personen aus der Forschungseinheit Waldressourcen und Waldmanagement. Für die Feldaufnahmen wurden jeweils zusätzlich 8 bis 15 Teams zu zwei Personen eingestellt. Seit der Einführung der kontinuierlichen Erhebung im LFI4 sind noch 3 Gruppen unterwegs. Diese Forstingenieure, Förster und Forstwarte erhalten für ihre Aufgabe eine zusätzliche Schulung und eine periodische Weiterbildung.

Der Aufwand für die Datenerhebung und -kontrolle belief sich im ersten LFI auf 100 Mannjahre. Die Gesamtkosten pro Waldprobefläche kamen auf etwa Fr. 550.- zu stehen. Seither müssen diese permanenten Probeflächen nicht mehr eingemessen werden. Diese Kostenersparnis wurde aber im LFI2 durch die Teuerung egalisiert. Da das Budget jedoch deutlich kleiner war als im LFI1, musste die Anzahl Probeflächen reduziert werden.

Material

Jede Aufnahmegruppe ist mit einem Kleinbus ausgerüstet. Zum Material einer LFI-Gruppe gehören auch ein GPS, ein Vertex-Baumhöhenmesser und die Finnenkluppe. Mit dieser wird der Baumdurchmesser in 7 m Höhe gemessen. Dieser Durchmesser und jener gemessen auf 1,3 m Höhe dienen zusammen mit der Baumhöhe zur Berechnung des Baumvolumens.
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letzte Änderungen: 17.10.2017