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LFI3

Waldfläche: Waldtyp und Entwicklungsstufe · Biogeografische Region
Einheit: 1000 ha
Auswertungseinheit: Wald
Netz: terrestrisches Netz LFI3
Zustand 2004/06
Biogeografische Region
JuraMittellandAlpennordflankeWestliche ZentralalpenÖstliche ZentralalpenAlpensüdflankeSchweiz
Waldtyp und Entwicklungsstufe1000 ha± %1000 ha± %1000 ha± %1000 ha± %1000 ha± %1000 ha± %1000 ha± %
unzugänglicher Wald1.1411.63316.2105.1183.32313.31140.66
Gebüschwald....21.276.01719.6618.4765.14
dauernd nicht bestockte Waldfläche4.9198.41415.5114.3202.3283.72239.07
vorübergehend nicht bestockte Waldfläche1.3387.31514.8111.7322.6261.14128.88
Schneisen und Böschungen1.6330.7501.8320.9450.9451.6337.515
dauernd aufgelöste Bestockungen9.9131.14126.389.91315.71016.61079.55
Selven und Plantagen..0.21000.21000.371..1.2381.930
Niederwald1.3381.1414.5200.7501.93016.31025.88
Mittelwald0.7502.7260.558..0.4715.1189.414
plenterartiger Hochwald16.9105.01940.3610.71219.4912.811105.14
ungleichförmiger Hochwald9.41412.91222.398.7146.51616.41076.25
Jungwuchs/Dickung9.81321.3920.695.1186.1175.91768.75
Stangenholz16.11040.1628.8813.81014.21125.88138.73
schwaches Baumholz27.7828.3827.8813.6117.01517.410121.94
mittleres Baumholz60.1549.0661.4513.41119.1914.011217.03
starkes Baumholz35.3778.7484.7415.51021.9817.710253.82
Total196.11258.21386.91109.72141.01187.211279.10

berechnet pro Aussageeinheit: Biogeografische Region

© WSL, Schweizerisches Landesforstinventar, 29.10.2014 #166663/153046
  • Waldfläche #44
    Die Waldfläche ist die Gesamtheit aller Flächen, die gemäss Walddefinition des LFI als Wald bezeichnet werden. Die Walddefinition schliesst Gebüschwald mit ein. Diese Zielgrösse (Thema) wird auch verwendet für Auswertungen der Gesamtfläche, wenn es um die Unterscheidung von Wald und Nichtwald geht.
  • Waldtyp und Entwicklungsstufe #501
    Waldtypen nach Bericht 305 in 17 Klassen (Methode LFI1). Die neuen Waldtypen werden aus Zugänglichkeit, Waldentscheid, Nutzungskategorie, Waldtyp der terrestrischen Aufnahme, Waldform, Waldstruktur und Entwicklungsstufe abgeleitet.
  • Biogeografische Region #1059
    Die Biogeografische Regionen sind biogeographische Abgrenzungen basierend auf einem rein statistischen Gliederungsansatz anhand von floristischen und faunistischen Verbreitungsmustern. Sie bilden in der Grundeinteilung mit sechs Regionen die vom BUWAL vorgegebene Basis für die laufenden und zukünftigen gesamtschweizerischen Projekte im Bereich Naturschutz. Sie wurden 2001 definiert und beziehen sich auf die Gemeindegrenzen.
  • Wald #484
    Zugehörigkeit zum Wald. Dazu gehören jene Punkte des terrestrischen Netzes, die im kombinierten Wald-Nichwaldentscheid (terrestrisch und Luftbild) als "Wald ohne Gebüschwald" oder "Gebüschwald" bestimmt wurden. Es ist daher nicht zwingend, dass ein zum Wald gehörender Punkt auch terrestrisch besucht wurde.
  • terrestrisches Netz LFI3 #436
    Zugehörigkeit zum geometrischen Netz, welches als Basis für die Feldaufnahmen im LFI3 diente. Dieses Netz setzt sich zusammen aus dem 1.4 x 1.4 km Netz und einem zusätzlichen um 1 km verschobenen 4 km Netz.
  • Schätzung und Standardfehler der Schätzung

    Die in den LFI-Tabellen publizierten Ergebnisse sind Schätzungen für Grössen im Schweizer Wald (Populationsparamter) deren wahre Werte nicht bekannt sind und deshalb aus den Daten der LFI-Stichprobe hochgerechnet (geschätzt) werden müssen.

    Die Hochrechnungen sind mit Unsicherheiten behaftet. Aus der als Zufallsstichprobe konzipierten LFI-Stichprobe kann die Genauigkeit der Hochrechnungen aber zuverlässig abgeschätzt werden. In allen LFI-Tabellen wird dazu neben der Schätzung selber eine zweite Zahl angegeben, der Standardfehler der Schätzung.

    In den meisten Tabellen wird der prozentuale Standardfehler ausgedruckt, gelegentlich (vor allem bei geschätzten Prozenten) aber auch der absolute Standardfehler. Der Zusammenhang zwischen absolutem und prozentualem Standardfehler ist der folgende:

    prozentualer Standardfehler = absoluter Standardfehler / Schätzung x 100
    absoluter Standardfehler = prozentualer Standardfehler x Schätzung / 100

  • Vertrauensintervall der Schätzung

    Mit der Schätzung selber und dem Standardfehler der Schätzung kann das sogenannte Vertrauensintervall der Schätzung

    mit der unteren Grenze
    Schätzung - tQ x absoluter Standardfehler

    und der oberen Grenze
    Schätzung + tQ x absoluter Standardfehler

    berechnet werden. Mit dem Wert 2 für tQ wird das sogenannte 95%-Vertrauensintervall festgelegt. Dieses besagt, dass sich der gesuchte (unbekannte) Wert des Populationsparameters mit 95% Wahrscheinlichkeit innerhalb der Grenzen des Vertrauensintervalls befindet.

  • Signifikanz der Schätzung

    Mit dem Vertrauensintervall kann statistisch geprüft werden, ob der geschätzte Populationsparameter grösser oder kleiner als ein bestimmter Referenz- oder Zielwert ist, respektive ob sich zwei geschätzte Populationsparameter tatsächlich (in der Population) unterscheiden. Für praktische Zwecke geht man folgendermassen vor: Wenn ein Referenzwert ausserhalb des Vertrauensintervalls liegt, geht man davon aus, dass sich der geschätzte Populationswert signifikant von diesem unterscheidet, liegt er innerhalb, interpretiert man die Differenz zwischen Testergebnis und Referenzwert als zufällig bzw. nicht signifikant. Will man zwei Populationsparameter vergleichen unterscheiden sich diese signifikant, wenn sich ihre Vertrauensintervalle nicht überlappen.

  • Veränderungen

    Im LFI gibt es zwei Arten von Veränderungen. Beim ersten Typ von Veränderungen werden spezielle Veränderungszielgrössen (Themen) definiert, wie Zuwachs, Nutzung, Abgang, Mortalität. Diese Zielgrössen (Themen) sind nur für „Veränderungsinventuren“ verfügbar, z.B. LFI3-LFI4b. Bei diesen Auswertungen wird den Befundeinheitsausprägungen für den ersten Inventurzeitpunkt die Ausprägung des zweiten Inventurzeitpunkts zugewiesen, falls sich dieser verändert hat. Diese Auswertungen berücksichtigen somit nicht den Wechsel einer Befundeinheitsausprägung von der früheren zur späteren Inventur, sondern beachten nur die Veränderung aus der (Befundeinheits-) Perspektive der aktuelleren Inventur.

    Beim zweiten Typ von Veränderungen wird die Differenz von Zielgrössen, wie Stammzahl, Vorrat oder Waldfläche benutzt, um eine Veränderung aufzuzeigen. Diese Zielgrössen werden üblicherweise für die Darstellung von Zuständen, z.B. dem LFI4b verwendet. Bei diesen Veränderungsauswertungen wird der Wechsel einer Befundeinheitsausprägung bei der Analyse berücksichtigt. So kann man z.B. sehen, dass die Waldfläche ohne Gebüschwald zugenommen hat. Dies hat nur einen Effekt bei solchen Befundeinheiten, die ihre Ausprägung auch tatsächlich wechseln können, z.B. die Zugehörigkeit zur Waldfläche oder der Baumzustand.

Tabellenzitierung

Abegg, M.; Brändli, U.-B.; Cioldi, F.; Fischer, C.; Herold-Bonardi, A.; Huber M.; Keller, M.; Meile, R.; Rösler, E.; Speich, S.; Traub, B.; Vidondo, B., 2014:
Schweizerisches Landesforstinventar - Ergebnistabelle Nr. 166663: Waldfläche
Birmensdorf, Eidg. Forschungsanstalt WSL
https://doi.org/10.21258/1003777

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letzte Änderungen: 17.10.2017