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Luftbildinterpretation: Infos aus der Vogelperspektive

Luftbildinterpretation Luftbildinterpretin Lucinda Palma bei der Arbeit. Mit Hilfe einer Spezialbrille nimmt sie das Luftbildmodell räumlich wahr.
(Foto: H. Zuberbühler, WSL)

Wo gibt es in der Schweiz neuen Wald? Fachleute der WSL haben damit begonnen, diese Frage anhand von Luftbildern systematisch zu beantworten. Damit liefern sie die Grundlage für die Feldaufnahmen des dritten Schweizerischen Landesforstinventars.

«Die Luftbildinterpreten bestimmen anhand von Luftbildern, wo die Schweiz bewaldet ist. So wissen die Feldteams vom Landesforstinventar (LFI) später, wo sie für die detaillierten Datenerhebungen hingehen müssen», sagt Projektleiter Christian Ginzler: «Wir schauen aber auch ausserhalb des Waldes, welche Bestockungen vorhanden sind und wie hoch sie sind». Im Vergleich mit Älteren Luftbildern kann so zum Beispiel bestimmt werden, wo Wald am Entstehen ist. Oder es lässt sich abschätzen, wie viel CO2 schweizweit durch verholzte Biomasse gebunden ist.

Alle 500 Meter oder an insgesamt 180'000 Stellen der Schweiz bestimmen die Luftbildfachleute die Bodenbedeckung und ordnen den Befund einer von zwölf Klassen zu - vom Laubbaum über Grasflächen bis hin zu Bauwerken und Schneefeldern. Die digitalen Luftbilder stammen vom Bundesamt für Landestopografie. Luftbilder wie auch Ergebnisse der Interpretation sind zentral in einem Bildserver und einer Datenbank gespeichert. Der dafür benötigte Speicherplatz entspricht etwa 1700 DVDs.

Mit der landesweiten Luftbildinterpretation haben die Datenerhebungen zum dritten LFI begonnen. Die neue Erhebung soll zeigen, wie sich der Schweizer Wald in den letzten zehn Jahren verändert hat und wie sein aktueller Zustand ist. Das LFI liefert wichtige Grundlagen für die Waldplanung und Forschung. Im Frühling 2004 starten die Feldaufnahmen.

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letzte Änderungen: 17.10.2017